Keine Angst vor der Pubertät

Die Konkurrenz an diesem Abend war allerdings sehr groß. Zeitgleich mit dem DFB Pokalspiel zwischen dem BVB und Paderborn war die Veranstaltung zu den neueren Ergebnissen der Pubertätsforschung dennoch gut besucht. In der ersten Veranstaltung der Vortragsreihe „Schule für Eltern“ des neu gegründeten Kultur- und Bildungsparks wurde schnell deutlich, dass die erzieherischen Probleme, die sich im Umgang Pubertierenden ergeben, in unseren Familien ziemlich gleich sind. Der Referent, Herr Dr. von Elsenau, führe mit seinem Vortrag zunächst in den aktuellen Stand der Pubertätsforschung ein. Er versuchte deutlich zu machen, dass sich die Situation der Pubertierenden heute grundsätzlich unterscheidet von dem, was die anwesenden Eltern in ihrer eigenen Pubertät erfahren haben. Als einer der Gründe wurde die Beschleunigung des Eintrittsalters angeführt. So tritt die Pubertät heute bei Mädchen bereits mit zehn Jahren ein, während das Alter 1950 noch bei 13,5 und noch 100 Jahre früher dabei 17 Jahren lag. Auch die veränderten sozialen Bedingungen und der rasante technologische Fortschritt, so der Referent, veränderten die Lebenssituation unserer Jugendlichen grundsätzlich.

Trotz des laufenden Fußballspiels ließen sich die Anwesenden nicht davon abhalten, im Anschluss an den Vortrag viele Fragen zu stellen und in einem sehr interessanten und lebendigen Erfahrungsaustausch einzutreten. Es wurde zum Abschluss die Bitte geäußert, die Veranstaltungsreihe unbedingt fortzusetzen und weitere Themen der Erziehung zum Gegenstand zu machen.